Du fühlst dich müde vom Suchen, vom Erklären und von Formularen? Deine persönliche Assistenz ist dafür da, dir wieder Boden unter den Füßen zu geben.
In 10 Schritten zur persönlichen Assistenz
Vielleicht fühlst du dich gerade müde vom Suchen, vom Erklären, von Formularen – oder davon, ständig „funktionieren“ zu müssen. Diese Seite ist dafür da, dir wieder Boden unter den Füßen zu geben. Kein Fachchinesisch. Kein Druck. Sondern ein klarer Weg in kleinen Schritten – damit du wieder mehr von dem leben kannst, was dir wichtig ist.
10 Schritte – dein Weg zur Assistenz
Stell dir diese zehn Schritte wie ein Geländer vor: Es begleitet dich – auch dann, wenn es innerlich gerade wackelt. Du kannst hier beginnen und später zurückkommen. Alles ist so aufgebaut, dass du nicht „perfekt“ sein musst.
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1
Schreib auf, was in deinem Leben möglich werden soll
Nicht schön formuliert – einfach echt. Was willst du (wieder) tun können?
- Wohnen, Arbeit, Ausbildung, Termine, Freizeit, Beziehungen
- Welche Situation belastet dich am meisten?
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2
Mach deinen Bedarf sichtbar – in deinen Worten
Wer dich unterstützen soll, muss verstehen: Wobei, wie oft, wie lange, wann.
- Alltag (z. B. Haushalt, Wege, Körperpflege)
- Arbeit/Ausbildung
- Freizeit/Sozialleben
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3
Hol dir Beratung, bevor dich Papierkram aufreibt
Eine gute Beratung nimmt Last – und schützt dich vor unnötigen Umwegen.
- Peer-Beratung/Selbstvertretung: Erfahrung, die trägt
- Klärung: welche Leistung passt wirklich zu dir?
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4
Wähle das passende Modell: Persönliches Budget oder andere Assistenzform
Viele möchten selbst entscheiden, wer sie begleitet – und wie.
- Passt das Persönliche Budget zu deiner Situation?
- Oder ist Verein/Pool/Gruppe sinnvoll?
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5
Finde die zuständige Stelle – damit du nicht im Kreis geschickt wirst
Zuständigkeiten sind kompliziert. Du musst sie nicht „wissen“ – du darfst sie nachschlagen.
- Nutze die Anlaufstellen für die Steiermark (Abschnitt unten)
- Im Zweifel: anrufen und den richtigen Einstieg erfragen
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6
Bereite Unterlagen so vor, dass sie dich stärken
Je klarer dein Anliegen, desto leichter wird es für alle Seiten.
- Ziele, Bedarf, grober Stundenrahmen
- Bescheide/Gutachten, falls vorhanden
- Notizen & Belege geordnet (Papier oder digital)
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7
Stell den Antrag – und bleib freundlich hartnäckig
Rückfragen sind normal. Wichtig ist: du bleibst dran – ohne dich zu verlieren.
- Fristen notieren
- Absprachen kurz schriftlich festhalten
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8
Organisiere Assistenz so, dass sie dir wirklich dient
Assistenz bedeutet Unterstützung – nicht Kontrolle.
- Direktanstellung, Verein, Pool oder Assistenzgruppe
- Einschulung, klare Aufgaben, respektvolle Zusammenarbeit
- Vertretung bei Ausfällen einplanen
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9
Dokumentiere einfach – damit es später nicht wehtut
Ein Wochenplan und Stundenlisten nehmen Druck aus Abrechnung und Nachweisen.
- Stundenlisten / Dienstplan
- Belege / Fahrten / Ausgaben
- Alles nachvollziehbar, nicht perfekt
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10
Hol dir Rückenwind: Austausch macht Wege leichter
Wenn Menschen einander tragen, wird aus „zu schwer“ oft „machbar“.
- Assistenzgruppen, Peer-Netzwerke, Selbstvertretung
- Regelmäßig prüfen: Was funktioniert? Was braucht Anpassung?
Anlaufstellen Steiermark
Damit du nicht lange suchen musst, findest du hier die Anlaufstellen für die Steiermark.
Steiermark
Persönliches Budget
| Informationen | Land Steiermark: Persönliches Budget (Info & Downloads) |
|---|---|
| Kontakt | Land Steiermark: Kontaktstelle Persönliches Budget |
Arbeit & Ausbildung
| PAA | Sozialministeriumservice: Persönliche Assistenz am Arbeitsplatz |
|---|---|
| Landesstelle | Sozialministeriumservice: Landesstelle Steiermark |
Graz
| Behindertenhilfe | Stadt Graz: Behindertenhilfe (Ablauf & Unterlagen) |
|---|
Für Angehörige · Assistenzen · Gruppen · Unternehmen
Hinter jeder Assistenz stehen Menschen – und oft auch viele Gefühle: Sorge, Verantwortung, Hoffnung. Diese Bereiche geben Orientierung und zeigen, wie man unterstützen kann, ohne sich zu überfordern.
Angehörige: Halt geben, ohne sich selbst zu verlieren
- Ihr gebt Stabilität, wenn alles zu viel wird: Termine, Unterlagen, kleine Schritte.
- Schreibt Absprachen kurz mit – nicht als Kontrolle, sondern als Entlastung.
- Der wichtigste Schutz: Entscheidungen bleiben bei der Person mit Assistenzbedarf.
- Auch ihr dürft Hilfe holen. Entlastung ist Verantwortung – nicht Egoismus.
Assistenzen: Unterstützung auf Augenhöhe, die Vertrauen schafft
- Assistenz ist nicht „führen“, sondern „ermöglichen“ – damit Menschen selbst entscheiden können.
- Klarheit schützt: Aufgaben, Zeiten, Grenzen und Vertretung früh regeln.
- Stundenlisten sind kein Misstrauen – sie machen Zusammenarbeit fair und ruhig.
- Gute Assistenz ist professionell und menschlich zugleich.
Assistenzgruppen: Gemeinsam wird aus „schwierig“ oft „machbar“
- Austausch schenkt Mut – weil niemand erklären muss, was andere schon kennen.
- Gruppen können Ausfälle besser abfedern und langfristig Stabilität schaffen.
- Gemeinsame Standards (Einschulung, Kommunikation) machen Zusammenarbeit leichter.
- Inklusion wächst dort, wo Menschen einander ernst nehmen.
Unternehmen: verpflichtet sein – und verpflichtet fühlen
Inklusion ist nicht nur ein Wort in Leitbildern. Sie beginnt dort, wo Verantwortung nicht „abgehakt“ wird, sondern gelebt. Manche Verpflichtungen stehen im Gesetz – doch echte Veränderung entsteht, wenn Unternehmen sich auch innerlich verpflichtet fühlen: fair zu gestalten, Zugänge zu öffnen und Menschen nicht auszuschließen, nur weil Strukturen es bequem machen.
- Barrierearme Kommunikation: verständlich, zugänglich, respektvoll.
- Teilhabe im Arbeitsleben: Chancen schaffen statt Hürden verwalten.
- Partnerschaften: gemeinsam Lösungen bauen, die im Alltag funktionieren.
Leitfaden & Checklisten
Manchmal ist einfach zu viel gleichzeitig im Kopf. Dann hilft es, Dinge auszulagern – auf Papier, in klare Schritte, in eine gute Struktur. Dieser Leitfaden bündelt alle wichtigen Schritte, Übersichten und Checklisten an einem Ort. Du kannst ihn öffnen, in deinem Tempo durchgehen und für deinen Alltag nutzen – so, wie es für dich passt.
